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Dipl.-Ing. (FH) Lutz Herms

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Sachkundiger für Holzschutz am Bau

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Sachkundiger für Schimmel in Innenräumen
TÜV

Außenabdichtung einer Arztpraxis in Magdeburg

Nachträgliche Außenabdichtungen sind mit hohem Arbeitsaufwand verbunden, da eine vorherige Freilegung des erdberührten Gebäudeteiles zu erfolgen hat. Die Abdichtung von Mauerwerk oder Betonfertigteilen erfolgt meist mit dafür zugelassenen kunststoffmodifizierten Bitumen (KMB). Mittlerweile gibt es Alternativen zur nachträglichen Kellerabdichtung von Außen, doch keine andere Methode bietet soviel Sicherheit und ist so langzeitbeständig, wie diese Abdichtungsform. Kellerabdichtungen mit KMB  können nach DIN 18195 ausgeführt werden und bieten  somit dem Anweder und Nutzer ein Höchstmaß an Sicherheit.

Kellerabdichtung bei einer Arztpraxis in Magdeburg 

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Im ersten Bild wird die Freilegung des Kellermauerwerks vorgenommen. Unterschiedliche Baugründe, wie sie in Magdeburg üblich sind, erschwerten die Aushubarbeiten. Die alte PVC-Abdichtung ist an der Kellerwand zu sehen. Diese Abdichtung war über das Kellermauerwerk gespannt und am oberen Rand mechanisch fixiert. Zwischen Kellerwand und Folie entstanden Hohlräume in denen sich Wasser sammelte, welches bei der ersten mechanischen Beschädigung der alten Abdichtung herauslief. 

3a

Nach der Entfernung der Folie wurden der Anschluss zwischen aufsteigendem Mauerwerk und der hervorstehenden Bodenplatte aus Beton mit einer Hohlkehle ausgestattet. Diese wurde zuvor mit einem Hinterfeuchtungsschutz in Form einer mineralischen Dichtschlämme versehen. Diese Dichtschlämme hat einen hohen Haftzugwiderstand und  verhindert die  Ablösung der KMB bei von innen drückendem Wasser (Wasserschaden). Unter der hervorstehenden Bodenplatte befindet sich die alte PVC-Folie, die auf einer Magerbetonschicht ausgelegt ist. Um einen Wassereintritt zwischen Folie und Unterseite Bodenplatte zu verhindern wurde hier eine weitere Hohlkehle mit wasserdichtem Mörtel ausgebildet (untere Hohlkehle).

4a

Das gesamte Kellermauerwerk besteht aus Porenbeton, dieser hätte für die Errichtung der Kellerwände niemals eingesetzt werden dürfen, da der Porenbeton bei längerer Durchfeuchtung sein Druckfestigkeit verliert. Deshalb wurde vor der Aufbringung der KMB-Dickbeschichtung, das gesamte Kelleraußenmauerwerk mit einer mineralischen Dichtungsschlämme überzogen.